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[B.O.T.W.] Stephen Chbosky – Das also ist mein Leben

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Charlie ist fünfzehn Jahre alt und sein erstes Jahr an der Highschool beginnt. Es ist ein Jahr voller Magie, Geheimnisse und Wunder. Ein Jahr, in dem Charlie seine besten Freunde kennen lernt und seine schönsten und schlimmsten Momente mit dem Leser teilt, indem er Briefe schreibt. Doch es ist nicht nur ein Jahr der Freuden und Ängste, es ist das Jahr, in dem Charlie das Leben in jeder einzelnen Facette erkennt und spürt, was es bedeutet, Teil dieses Lebens zu sein. Gemeinsam mit Sam und Patrick stellt er sich diesem Leben und lernt die Liebe, Drogen, Sex und so manches Buch kennen.

„...und ich will, dass du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche noch immer     herauszufinden, wie das eigentlich sein kann“

Charlie nimmt Welt anders als die meisten Menschen wahr. Nämlich in seiner wahren Form, mit Enttäuschungen, Trauer, aber auch Glückseligkeit, dem Gefühl vom Freisein und dem Gefühl vom freien Fall. Seine Ansicht der Dinge und deren Beschreibung lässt sich gar nicht in Worte fassen und ich weiß ehrlich nicht, wie ich diesem Buch mit einer einfachen Rezension gerecht werden soll. Sein Lehrer beschreibt Charlie als einen Jungen, der nicht richtig am Leben "teilnimmt", sondern immer nur daneben steht, und auch Sams beste Freundin ist dieser Meinung. Charlie wirkte auf mich so verletzlich, so instabil manchmal, und manchmal habe ich ihn einfach nur bewundert. Charlie ist kein Charakter, den man auf eine Spur festfahren kann: Er hat mich gleichermaßen zum Traurigsein gebracht, wie auch zum Nachdenken. Er spricht sehr gute Dinge an, deren sich jeder Mensch bewusst werden sollt im Laufe seines Lebens und teilweise saß ich nur da und dachte: Wow. Besser hätte es keiner ausdrücken können. Charlie zieht einen mit seinem Schreibstil in den Bann und erschüttert einen auch teilweise mit seinen unverblümten Formulierungen. Ein Charakter, der endlich mal Tiefe hat und einem zum Nachdenken anregt.

„Wir nehmen die Liebe an, von der wir glauben, dass wir sie verdienen.“

Das also ist mein Leben ist kein seichter oder beschönigter Jugendroman der nur die Glanzseiten der Pubertät in den Vordergrund stellt, sondern ein Roman der mit seiner Klarheit und Treffsicherheit zum denken anregt. Es gibt diese Bücher, die es schaffen, das Leben einzufangen, in ein Glas einzuschließen und es dem Leser vor die Nase zu halten, damit dieser es betrachten kann und genau das tut Charlie mit seinem Leben.


„Und ich schwöre, in diesem Moment waren wir grenzenlos.“

Getoppt wird das Buch nur noch durch den zum Film gehörenden Soundtrack. Noch nie hat mir die Musik in einem Film so gut gefallen wie bei The perks of being a wallflower. Jedes Lied lässt einen an die Szene denken, wenn man den Film denn schon gesehen hat. Es ist eine Mischung aus Glücksgefühlen, Trauer und Freiheit, die diese Lieder der 80er und 90er Jahre verströmen. Einfach perfekt. Buch und Film sind absolut lesens- und sehenswert!

[B.O.T.W.] Nataly Savina - Love Alice

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Vor einer Weile war ich im Hugendubel stöbern und habe dieses Buch hauptsächlich auf Grund des wirklich schönen Covers gekauft (ja, manchmal passiert mir so etwas leider ^^). Dennoch möchte ich euch Love Alice von Nataly Savina heute vorstellen, denn obwohl es nur 155 Seiten hat, hat es mich tief berührt und auch fast zu Tränen gerührt.

 

Wieder eine neue Spielzeit, wieder eine andere Schule: die 14-jährige Alice hat das Nomadenleben ihrer Mutter Hannah, einer exzentrischen Opernsängerin satt. Dann trifft sie Cherry. Vorsichtig lassen sich die beiden Mädchen aufeinander ein und gemeinsam mit der selbstbewussten Cherry beginnt Alice aufzutauen und ihre Grenzen auszutesten. Doch das Ende kommt überraschend und voller Grausamkeit.

"Fühlen ist überlebenswichtig, aber es macht schwach."

Doch Alice, ein Mädchen ohne richtiges Zuhause, ohne Vater und Freunde, die lieber ein Plüschtier als eine Goldherzchenkette hätte, sehnt sich nach Gefühlen. Mit Cherry, deren rote Fußnägel wie Bonbons leuchten, ist alles anders; stundenlang laufen sie nach der Schule durch die verschneiten Wälder, die wie im Märchen aussehen, wenn die Schneeflocken Menuett tanzen. Sie bauen sich ein Tannenhaus, legen sich auf die Zuggleise, ziehen durch die Stadt. Sie haben sich. Doch dann passiert das Unerträgliche, als Cherry nach ihrer Karateprüfung nach Hause geht.


Love Alice zeigt wie einsam ein Mädchen sein kann, dessen Mutter so eigensinnig und Ich bezogen ist. Nur durch Cherry findet sie eine wahre Freundin. Doch wie das so ist, etwas Schlimmes passiert und die ganze Geschichte nimmt eine Kehrtwendung. Was das ist, verrate ich natürlich nicht, und auch über die sonstige Geschichte möchte ich nicht viel sagen da es eben nur 155 Seiten sind. Und auch wenn es ein reines Jugendbuch ist, ist es meiner Meinung nach auf jeden Fall lesenswert. Mich hat die Geschichte tiefgründig berührt und deshalb habe ich es auch innerhalb weniger Stunden gelesen.

[B.O.T.W.] David Safier – Muh!

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Alle Freunde von anspruchsvoller Literatur – bitte jetzt nicht weiterlesen. Denn das neueste Werk von David Safier muss von vornherein ohne allzu große Ernsthaftigkeit gelesen werden.


"Kuh sera, sera. Was sein soll, soll sein, soll sein. Die Zukunft, die kennt kein Schwein ..." Dieses Lied singt die ostfriesische Kuh Lolle, deren Traum vom glücklichen Leben wie eine Blase auf der heißen Milch zerplatzt: Nicht nur, dass ihr geliebter Stier Champion sie mit einer anderen betrügt, nein, der Bauer auf ihrem Hof beschließt auch noch, alle Kühe schlachten zu lassen. Die Rettung kommt in Gestalt eines charmanten italienischen Katers. Er verrät Lolle, dass es ein Land auf dieser Welt gibt, in dem Kühe nicht zu Bolognese verarbeitet werden: Indien.

„'In Indien die Mensche gebe die Kühe das beste Futter.' Das klang wunderbar. 'Sie verehre die Kühe.' Das klang unglaublich. 'Sie bete sie gar an!' Das klang jetzt sogar zu unglaublich. Daher antwortete ich: 'Das denkst du dir jetzt aus.' 'No, Signorina. Und es komme noch besser!' 'Noch besser?' 'Sie verehre da die weibliche Kühe, die Stiere seie da nicht mehr wert.'''

Gemeinsam mit ihren besten Freundinnen, der harten Hilde und dem lieben Radieschen, flieht Lolle von dem Bauernhof. Begleitet werden sie dabei nicht nur von Kater Giacomo, sondern auch von Susi, ausgerechnet jener blöden Kuh, die Lolle den Stier ausgespannt hat. Und auf der Suche nach dem ganz großen Glück erlebt die kleine chaotische Herde jede Menge gefährliche Abenteuer.

„Was hat sich unsere Schöpferin, die Gotteskuh Naia, nur dabei gedacht, als sie den Menschen erfand? Oder die blöden Fliegen? Es wäre doch viel schöner, wenn anstatt der Fliegen bunte Schmetterlinge um uns herumschwirrten. Oder wenn die Fliegen wenigstens schmecken würden. Am besten wären natürlich Schmetterlinge, die auch noch schmecken.“


Es geht nicht nur um ein lustiges Geschichten von 5 Kühen, die die Welt erkunden, sondern es geht um die Suche nach dem Glück. Darum was es heißt, glücklich zu sein, und dass es nicht bedeutet seine Träume ohne Abstriche zu erfüllen. Viele Stellen habe ich mehrfach gelesen, weil mir die Sätze so gut gefallen haben. Klar, die könnten so teilweise auch auf Postkarten mit Steinen und Sternen im Hintergrund stehen, aber sie regen zum Nachdenken an.


Man muss sich auf diesen Autor einlassen können, denn er hat teilweise schon sehr schräge Ideen, die sicherlich nicht jedermanns Humor treffen. Bei mir liegt Safier mit seinem Stil absolut goldrichtig und ich habe bislang alle seine Bücher mit viel Spaß gelesen. Mit der Kuh Lolle hat er wieder eine abgedrehte Protagonistin geschaffen – auf so eine Idee muss man erstmal kommen...


[Soundtrack]
Ich genieße die Ruhe :)

[B.O.T.W.] Jilliane Hoffman - Cupido

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Der Albtraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet…


New York, Juni 1988. Die angehende Juristin Chloe Joanna Larson wird in ihrem Apartment in Bayside, Queens, von einem maskierten Mann vergewaltigt, gefoltert und halb tot liegen gelassen. Sie überlebt nur, weil sie von einer Freundin noch rechtzeitig gefunden wurde. Diese Nacht des Grauens wird sie nie mehr vergessen...

Als C. J. Townsend lebt Chloe mittlerweile in Florida. Im September 2000 wird die erfolgreiche Staatsanwältin vom Schrecken ihrer Vergangenheit wieder eingeholt. Bei einer Fahrzeugkontrolle findet die Polizei die fürchterlich zugerichtete Leiche einer seit Wochen vermissten jungen Frau. Ist Bantling der Serienkiller Cupido, der seine Opfer an entlegenen Orten in obszönen Positionen ablegt und den Tatort niemals ohne seine liebste Trophäe verlässt, das herausgerissene Herz des Opfers?


Als C. J. im Gerichtssaal Bantlings heisere Stimme hört und die S-förmige Narbe auf seinem Handgelenk erkennt, weiß sie, wen sie vor sich hat. Sie versucht, ihre Angst niederzukämpfen und das Monster ein für allemal aus dem Verkehr zu ziehen – auch wenn der Fall in New York längst verjährt ist …


Das Buch hat mich dermaßen gefesselt, dass ich es in zwei Nächten durchgelesen habe. Ich konnte es einfach nicht mehr weglegen. Jilliane Hoffman hat ein Erstlingswerk geschrieben, dass von Anfang bis zum Ende zu fesseln vermag. Die Spannung bleibt die ganze Zeit erhalten und am Schluss des Buches ist man hin und her gerissen zwischen den Gefühlen von Rache und Gerechtigkeit sowie der Frage, wie hätte ich mich entschieden! Obwohl ein Serienkiller sein Unwesen treibt, muss man nicht allzu viele blutrünstige Details über sich ergehen lassen, die grausamen Taten werden eher anhand der gerichtsmedizinischen Details deutlich gemacht. Ein tolles Buch für alle Fans von Thrillern und schlaflosen Nächten. Tiefes Atemholen vor dem weiterlesen ist angebracht.


[Soundtrack]
Bon Iver - Skinny Love

[B.O.T.W.] Lieblingsbücher

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Guten Morgen ihr Lieben, ich hoffe, ihr genießt euer langes Osterwochenende, auch wenn das Wetter noch nicht so wirklich mitspielen mag. Heute gibt es keine normale Buchvorstellung, stattdessen zeige ich euch heute meine 10 Lieblingsbücher. Es war wirklich schwer mich zu entscheiden, aber letztendlich habe ich es geschafft, mich auch 10 Stück zu begrenzen ^^

 

1. J. K. Rowling – Harry Potter
Mit viel Abstand sind die Harry Potter Bücher schon seit Jahren meine ungeschlagene Nummer eins. Bisher hat es kein anderes Buch geschafft mich so zu fesseln und in eine andere Welt zu entführen. Und das, obwohl ich normalerweise kein Fan von Hexen- und Fantasiegeschichten bin. Ich habe jedes der Bücher mindestens fünf oder sechsmal gelesen und es wird einfach nicht langweilig. Das muss ein Autor erst mal wieder schaffen ;)

2. Patrick Süßkind – Das Parfüm
Bevor ich den Trailer zum Film das erste Mal gesehen hatte, wusste ich gar nicht, dass es dieses Buch überhaupt gibt. Ich habe mich dann aber dazu entschieden, zuerst das Buch zu lesen, bevor ich den Film im Kino sehen werde. Und was soll ich sagen…wow! Die Art wie es der Autor schafft, die Personen und Orte nicht in Bildern sondern in Gerüchen darzustellen ist einmalig. Man atmet die gleichen Gerüche wie Jean-Baptiste, man bewegt sich in den gleichen Räumen, folgt ihm durch die dunkelsten Gassen, man fühlt mit Grenouille und sieht ihn leibhaftig vor seinen Augen. Und auch wenn er zum vielfachen Mörder wird, so wünscht man ihm dennoch alles erdenklich Gute…

3. Ursula Poznanski – Erebos
Dieses Buch habe ich mir eigentlich auf Grund des tollen Covers und des kurzen aber fesselnden Covertextes zugelegt: Erebos ist ein Spiel. Es beobachtet dich, es spricht mit dir, es belohnt dich, es prüft dich, es droht dir. Erebos hat ein Ziel: Es will töten.
Bekommen habe ich einen absolut spannenden Roman mit hohem Suchtfaktor, den ich an einem Tag zu Ende lesen musste. In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht: Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und - wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Auch wenn ich mit Computerspielen nicht viel am Hut habe konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

4. Mitch Albom – Dienstags bei Morrie
Über dieses Buch habe ich vor kurzem schon berichtet, daher möchte ich gar nicht mehr viel dazu schreiben. Aber es ist ein Buch, das die Sicht auf das Leben verändert wenn man es zulässt. Absolut empfehlenswert!

5. Dan Brown – Sakrileg
Auf den Inhalt des Buches gehe ich nicht weiter ein, da ich denke, dass fast jeder das Buch oder zumindest den Film kennt. Wichtiger ist, dass es Dan Brown von den ersten Seiten an geschafft hat, eine Spannung aufzubauen, die mich gefesselt hat, die mich mitraten, vermuten und wieder verwerfen ließ. Die mich auch mitleiden ließ, aber immer mit der Gewissheit und Vorfreude im Hinterkopf. Ich habe das Buch in kurzer Zeit verschlungen und finde es ist mit Abstand das Beste der Robert Langdom Reihe.

6. Sara Gruen – Wasser für die Elefanten
Ein ganz besonderes Kunststück ist Sara Gruen mit Wasser für die Elefanten gelungen: eine großartige Geschichte, die soviel Spaß macht wie eine Vorstellung in einem Weltklassezirkus. Liebevoll lässt sie Jacob Jankowski auf sein ungewöhnliches Leben zurückblicken und versetzt den Leser damit in Staunen und Schmunzeln gleichermaßen. Dabei wird das vordergründig bunte Zirkusleben hinter den Kulissen der doch recht armseligen Show lebendig. Beim Lesen riecht man das Stroh der Tiere und fühlt sich wie mitten unter den Schaustellern und Akrobaten. Und obwohl ich kein großer Zirkusfreund bin, hat mich dieser Roman völlig in seinen Bann gezogen, sicherlich nicht zuletzt wegen den außergewöhnlichen Figuren und der intensiv fühlbaren Atmosphäre. Unwillkürlich liest man schneller, um bei "Benzini`s Spektakulärster Show der Welt" auf den vorderen Rängen die Vorführung mitzuerleben und ist traurig, wenn man mit dem Buch durch ist. Schließlich klappt man voller Erfüllung die Buchdeckel zu und freut sich daran, einmal wieder ein Buch mit Seele gelesen zu haben.

7. Tess Gerritsen – Die Chirurgin
„Die Chirurgin" war mein erstes Buch von Tess Gerritsen und ich war begeistert. Der Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend, gut geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen. Der Leser kommt erst ziemlich spät dahinter, wer der Täter ist und selbst dann bleibt die Spannung erhalten. Allerdings ist das Buch nichts für schwache Nerven, da die Morde zum Teil sehr detailliert beschrieben werden. Nach diesem Buch kommt man nicht umhin, alle Fenster beim Zubettgehen zwei Mal zu kontrollieren…

8. Paulo Coelho – Veronika beschließt zu sterben
Dieses Buch war das erste, das ich auf meine Blog vorgestellt habe. Wie der Klappentext so schön beschrieben hat: Ein wunderbares Buch über die Prise Verrücktheit, die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns.

9. Bernhard Schlink – Der Vorleser
Bernhard Schlink hat in diesem Buch in einfühlsamer, spannender, detaillierter und brillanter Weise die Geschichte einer denkwürdigen Begegnung, die sich im Folgenden als prägend für das restliche Leben der teilweise doch sehr unterschiedlichen Hauptpersonen, Hanna und Michael, erweisen soll, dokumentiert. Mehr möchte ich gar nicht zu diesem Buch sagen, man sollte es einfach selbst gelesen haben :)

10. Antoine de Saint-Exupery - Der kleine Prinz
Ein einziges Wort reicht aus, um dieses Büchlein zu beschreiben: Phantastisch!
  
Und welches sind eure liebsten Bücher, die ihr immer wieder lesen könntet?

 


[Soundtrack]
Mia - Fallschirm

[B.O.T.W.] Arthur Golden – Die Geisha

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Ihr Lieben, ich wünsch euch einen schönen Start ins Wochenende. Die heutige Buchvorstellung dreht sich um Arthur Golden’s Die Geisha.


Japan um 1920: Chiyo ist neun Jahre und lebt mit ihrer älteren Schwester, ihrer Mutter und ihrem Vater, einem armen Fischer, in ihrem “beschwipsten Haus” in einem verlassenen Nest irgendwo an Japans Küste. Die Welt scheint für die kleine Chiyo-chan in Ordnung – bis ihre Mutter im Sterben liegt. Der nette Herr Tanaka entpuppt sich als Kinderhändler und überredet Chiyos Vater, seine beiden Töchter an ein Geisha-Haus, eine Okiya, in der alten Kaiserstadt Kyoto zu verkaufen. Doch nur Chiyo, die überhaupt nicht weiß, wie ihr geschieht, kommt in die Nitta-Okiya, wo die schöne, aber skrupellose und machtbesessene Geisha Hatsumomo regiert. Ihre Schwester dagegen landet in einem billigen Bordell.
Chiyo leidet unter der Einsamkeit, unter der Trennung von Schwester und Eltern und unter den rigorosen und zum Teil grausamen Ritualen und Erziehungsmethoden in der Okiya. Ein Fluchtversuch scheitert und Chiyo wird zur Dienerin degradiert. Eine Zukunft als Geisha scheint damit aussichtslos. Doch dann, eines Tages, erscheint die ebenso schöne wie erfolgreiche und beliebte Geisha Mameha, die in einem ewigen Zweikampf mit Hatsumomo steckt, als rettender Engel und nimmt sich Chiyos an...



Arthur Golden beschreibt eindringlich und anschaulich, wie hart das Leben als Geisha ist. Dadurch liest man das Buch gerne und mit wachsender Begeisterung, weil es uns in eine für uns völlig fremde und zum Teil auch unverständliche Welt und Kultur entführt. Alle Figuren des Romans mit ihren unterdrückten, kompensierten, verdrängten, verstörten und gelebten Träumen, Wünschen, Gedanken und Gefühlen stehen plastisch vor Augen. Der Autor offenbart hier intime Kenntnisse der Rituale der Geisha-Tradition. Die Atmosphäre Kyotos vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg ist so authentisch und lebendig geschildert, dass man sich augenblicklich dorthin zurückversetzt fühlt.


Mir hat das Buch sehr gut gefallen, besser noch als der Film. Wer gerne in andere Kulturen und fremde Länder eintaucht, ist hier genau richtig. Schwer zu glauben, dass es Golden’s Erstlingswerk sein soll…


[Soundtrack]
Likke Li - Tonight

[B.O.T.W.] – Suzanne Collins – The Hunger Games

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Guten Morgen ihr Lieben, ich hoffe, ihr hatten einen schönen Start in das wohlverdiente Wochenende :) Heute stelle ich euch eines meiner neueren Lieblingsbücher vor, The Hunger Games von Suzanne Collins. Den ganzen Hype um die Hunger Games Bücher habe ich hier irgendwie gar nicht so mitbekommen. Erst als ich im Sommer nach Amerika zum Studiensemester bin, wurde ich auf den Film und dann auch auf die Bücher aufmerksam. Ich habe dann sogar erst den Film gesehen (den ich nebenbei sehr gut finde) und habe mich dann erst dazu entschlossen, die Bücher zu lesen. Und es hat der Spannung keinen Abriss getan, obwohl ich dann natürlich schon wusste, wie die Story endet und was im Groben passiert. Begeistert bin ich allerdings nur vom ersten der drei Bücher, das zweite Buch war noch in Ordnung aber das dritte fällt meiner Meinung nach sehr aus der Reihe und ist an vielen Stellen einfach nicht mehr nachvollziehbar und unlogisch. Nichtsdestotrotz, das erste Buch der Trilogie ist wirklich empfehlenswert! Aber für alle, die die Bücher vielleicht noch nicht kennen: um was geht es denn überhaupt?


In Panem, das dem heutigem Nordamerika entspricht, werden jährlich die sogenannten Hungerspiele abgehalten, und aus jedem der zwölf Distrikte werden hierfür per Losverfahren je ein Junge und ein Mädchen ausgewählt. Doch die Hungerspiele sind schrecklich: Die 24 Teilnehmer, die Tribute genannt werden, müssen in einer feindseligen Umgebung gegeneinander um ihr Leben kämpfen. Wer übrig bleibt, gewinnt, wird mit Ehren versehen und hat für den Rest seines Lebens ausgesorgt.


"There is no time to judge if a move is the correct one. When there’s a hiss, I act or die!"

Die 16-jährige Katniss lebt mit ihrer Mutter und ihrer vier Jahre jüngeren Schwester Prim im District 12. Die Menschen dort sind arm, leben vom Kohlebergbau und müssen sich ansonsten mühsam durchs Leben schlagen. Katniss’ Vater ist bei einem Grubenunglück gestorben, und seitdem ist es Katniss’ Verantwortung, für die Familie zu sorgen. Mit ihrem Freund Gale jagt sie mit Pfeil und Bogen in den Wäldern Tiere, um Nahrung zu haben, auch wenn das verboten ist. Oft verkauft oder tauscht sie die Tiere auch, um an anderes Lebensnotwendige zu kommen.

Als Katniss’ Schwester Prim für die Hungerspiele ausgelost wird, entschließt sich Katniss für ihre Schwester anzutreten, weil die Spiele sicherlich Prims Tod wären. Zusammen mit Peeta wird sie ins Capitol, die Hauptstadt, gebracht, wo die beiden ein paar Tage lang auf die Hungerspiele vorbereitet werden. Das Ganze wird als große Show inszeniert, die viele Tage lang dauernden Kämpfe werden in ganz Panem übertragen und von der Bevölkerung verfolgt.

"What do they do all day, these people in the Capitol, besides decorating their bodies and waiting around for a new shipment of tributes to roll in and die for their entertainment?"



Katniss stehen viel besser ausgebildeten Jungen und Mädchen gegenüber, so dass sie sich kaum Chancen ausrechnet, die Hungerspiele zu überleben. Aus dem besonders armen Distrikt 12 ist das auch seit vielen Jahrzehnten niemandem mehr gelungen…Mögen die Spiele beginnen!

“Happy Hunger Games! And may the odds be ever in your favor.” 

Die Tribute von Panem“ ist eine Mischung aus Science-Fiction und Fantasy in einem düsteren Endzeit-Szenario, als Jugendbuch gedacht, aber für Erwachsene nicht minder aufwühlend. Selten hat mich ein Buch derart von Anfang an in seinen Bann gezogen, und das mit einem Schreibstil, der eher knapp und schnörkellos gehalten ist. Diese berichtet in Ich-Form, was der Geschichte eine unglaubliche Tiefe verleiht. Zusammen mit Katniss ist man als Leser in einer grausamen und bedrückenden Welt gefangen, die gar nicht so weit von unserer Zukunft entfernt sein könnte und aus der man – wie sie – schnell nicht mehr entfliehen kann. Selbst wenn man den Film kennt, bleibt das Buch spannend und fesselt einen von der ersten Seite an. Auch wenn man vielleicht nicht auf Fantasybücher steht (was ich normal auch nicht unbedingt tue) ist es absolut lesenswert, Plagiatsvorwürfe hin oder her.

"I am not pretty. I am not beautiful. I am as radiant as the sun."

Ich bin gespannt, wie die weiteren Teile verfilmt werden. Habt ihr die Bücher gelesen oder den Film gesehen? Was hat euch besser gefallen?


[Soundtrack]
Regina Spektor - Hero

[B.O.T.W.] Mitch Albom – Dienstags bei Morrie

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Es gibt Bücher, die liest man, schmunzelt darüber, verdrückt vielleicht eine Träne, stellt sie wieder zurück ins Bücherregal und vergisst sie nach und nach. Und es gibt Bücher, die werden einem für immer im Gedächtnis bleiben und – so doof es vielleicht klingen mag – auch ein wenig das eigene Leben beeinflussen. Genau so ein Buch ist für mich Dienstags bei Morrie von Mitch Albom. Ich habe dieses Buch am Ende meines Praxissemesters von meiner Betreuerin als kleine Aufmerksamkeit erhalten und bin ihr bis heute dankbar dafür, denn ohne sie hätte ich es nie gelesen.

Das Buch handelt von Morrie Schwartz und seinem ehemaligen Studenten Mitch Albom. Mitch, inzwischen Sportjournalist und Schwartz, der auf Grund einer Erkrankung des Nervensystems nicht mehr lange zu Leben hat, treffen nach langer Zeit durch Zufall wieder aufeinander. Die beiden beschließen, sich jede Woche am Dienstag zu treffen und über „die großen Dinge“ des Lebens zu sprechen: über Gefühle, Familie, Vergebung, den perfekten Tag, die Angst vor dem Älterwerden, den Tod.


„Tu die Dinge, die aus dem Herzen kommen. Wenn du das beherzigst, dann wirst du nicht unzufrieden, dann wirst du nicht neidisch sein, dann wirst du dich nicht nach Dingen sehnen, die jemand anders besitzt. Im Gegenteil, dann wirst du überwältigt sein von dem, was zurückkommt.“

Wer jetzt denkt, das ist wieder so ein Buch, das auf die Tränendrüßen drückt, weit gefehlt. Die Unterhaltungen zwischen Morrie und Mitch sind intensiv, aber entspannt, teilweise sogar humorvoll, sie sind geprägt von dem Wissen, dass Morrie bald sterben wird. Mitch erlebt zu seinem größten Erstaunen, dass Morrie sein Sterben erlebt und nicht nur erträgt und dass er in der unglaublichen Lage ist, dem Ganzen noch etwas Positives abzugewinnen. Mitch erkennt sehr rasch, das wirklich Wichtige im Leben – und das er bisher in seinem Leben überhaupt nicht danach gelebt hat.


„So viele laufen herum, die ein sinnloses Leben führen. Sie scheinen ständig im Halbschlaf zu sein, selbst dann, wenn sie damit beschäftigt sind, Dinge zu tun, die sie für wichtig halten. Das liegt daran, dass sie den falschen Dingen hinterherjagen. Der Weg, dein Leben sinnvoll zu gestalten, besteht darin, dich liebevollen Mitmenschen zu widmen und der Gemeinschaft um dich herum, und dich darauf zu konzentrieren, etwas zu schaffen, was dir eine Richtung und eine Bedeutung gibt.“ 

Ich hatte permanent das Bedürfnis, heftig zu nicken, bei all den simplen Dingen, die Morrie erklärt, Dinge, von denen wir im Grunde alle wissen, dass sie das Wichtigste im Leben sind. Und trotzdem lassen wir uns immer wieder vom Alltag einwickeln und verbringen unsere Zeit mit überflüssigen Gefühlen, Gedanken und Aktivitäten. Das Buch öffnet einem die Augen und bringt einen dazu, die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu erkennen.


Wunderschön, bewegend, mitreißend, lehrend, liebevoll – unglaublich. Wer das Buch nicht gelesen hat, verpasst meiner Meinung eine wirklich tolle, auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte. Gibt es auch ein Buch, dass euch stark beeinflusst und beeindruckt hat?


[Soundtrack]
Amanda Rogers - My golden thread

[B.O.T.W] Mick O’Hare – Wie dick muss ich werden, um kugelsicher zu sein?

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Diese Frage hat euch doch sicher auch schon beschäftigt, oder? Wie, etwa nicht? Na so was…In der Rubrik "Last Word" der englischen Wissenschaftszeitschrift New Scientist stellen Leser nicht nur Alltagsfragen zu naturwissenschaftlichen Phänomenen, sondern andere Leser beantworten diese auch. Die 101 besten und interessantesten Fragen und Antworten sind in diesem kleinen Büchlein zusammengestellt. Wie lange kann man nur von Bier leben? Warum ist es am Südpol kälter als am Nordpol? Wie viele Organismenarten leben auf dem menschlichen Körper? Und eben auch die Frage, wie dick man werden muss, um kugelsicher zu sein (die Antwort verrate ich euch jetzt natürlich nicht ^^).


Viele der Fragen sind wirklich gut, knapp und verständlich beantwortet, bei anderen fehlt so ein wenig die Substanz, was vielleicht auch daran liegt, dass sie von Lesern und nicht von Wissenschaftlern beantwortet werden. Trotzdem ein wirklich unterhaltsames und lesenswertes Buch, allein schon wegen dem Titel.



Ich liebe solche Bücher einfach, man wird unterhalten und lernt noch das eine oder andere dazu (wichtig oder unwichtig ist hier wohl Nebensache ^^). Stehen bei euch solche Bücher auch im Schrank? Kennt ihr noch ein anderes dieser Art, das ihr empfehlen könnt?


[Soundtrack]
Adele - Skyfall

[B.O.T.W.] Leonie Swann – Glennkill

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Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr hattet einen guten Start in euer Wochenende. Zurzeit belege ich, wie viele andere Blogger(-neulinge), den e-course von Stef von magnoliaelectric (vielleicht habt ihr auch gemerkt, dass ich ein wenig mit dem Design herumgespielt habe). Im Rahmen des Kurses habe ich mich auch dazu entschlossen, die Rubrik „Lesestoff“ in „Book of the week“ – kurz B.O.T.W. umzubenennen, damit etwas mehr Regelmäßigkeit in diese Posts kommt. Sofern es mir möglich ist, werde ich euch ab nun jeden Samstag ein Buch vorstellen, das mir am Herzen liegt.


Ich liebe Schafe. Diese Tiere sind einfach putzig wenn sie kauend auf der Wiese stehen und dich mit einem lauten „Määäh“ begrüßen. Ganz gelegen kam mir daher das Buch Glennkill – Ein Schafskrimi der deutschen Schriftstellerin Leonie Swann.

Erzählt wird dieser in Irland spielende Krimi aus Sicht einer Schafherde  Der Schäfer der Herde, George, wurde ermordet. Es kann nur ein Mord sein, denken die Schafe, denn ein Spaten ragt aus seiner Brust. Angeführt durch Miss Maple, das vielleicht klügste Schaf in Glennkill, macht sich die Herde auf, das Verbrechen aufzulösen. Zu Beginn herrscht bei Allen noch große Verwirrung, aber schon bald beginnen die Schafe sich ihren Reim auf alles zu machen und auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Die Handlungen und Worte der Menschen werden zwar des Öfteren Missverstanden, trotzdem kommt die Herde immer weiter voran, den Fall auf eigene Art zu lösen. Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippen und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde, bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.


Besonders die Art und Weise, wie Leonie Swann die einzelnen Charaktere beschreibt ist wundervoll. Da ist zum Beispiel Sir Ritchfield, der Leitwidder – nicht mehr der Jüngste, mit nachlassendem Gehör und schlechtem Gedächtnis, aber noch guten Augen. Cloud ist das wolligste Schaf der Herde, Maisie ein naives Jungschaf. Mein Lieblingsschaf ist eindeutig Mopple the Whale, das Gedächtnisschaf. Ein sehr dicker Merinowidder mit runden, geschneckten Hörnern, der praktisch immer Hunger hat und was er sich einmal gemerkt hat, nicht mehr vergisst. Man kann sich jedes einzelne Schaf bildlich vorstellen und die Handlungsweisen nachvollziehen.


Auch wenn das Buch nicht der spannendste Krimi ist und nicht immer stilistisch auftrumpfen kann, so fesselt einen die Geschichte trotzdem durch ihren Humor, die einzigartige Erzählweise und den ein oder anderen Seitenhieb auf die Seltsamkeit der menschlichen Zivilisation. Auch die immer wieder eingeworfenen kleinen Nebensächlichkeiten wahren die Lesefreude (so lieben es die Schafe zum Beispiel, vorgelesen zu bekommen). Und ein weiterer kleiner Pluspunkt ist das tolle Daumenkino, das sich auf den Seiten befindet :)
Nach dem Lesen des Buches blickt man auf jeden Fall mit einer anderen Sichtweise auf die nächste Schafherde, an der man vorbeikommt.

Den Nachfolger Garou habe ich auch schon gelesen und werde ihn mit Sicherheit in nächster Zeit vorstellen. Kennt ihr die beiden Bücher schon? Und wie findet ihr Geschichten, die nicht aus der Sicht des Menschen erzählt werden?


[Soundtrack]
Florence and the Machine - Girl with one eye

[B.O.T.W.] Mark Watson – Ich könnte am Samstag

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Xavier Ireland, eigentlich Australier, lebt nach einem Schicksalsschlag in London und moderiert eine Late-Night Sendung im Radio. Tagsüber lässt er sein Leben mehr oder weniger beteiligungslos an sich vorüberziehen, spielt Scrabble-Turniere und beschäftigt sich mit sich selbst. Die Teilnahme am Leben von anderen Menschen vermeidet er so gut es geht und hält sich aus Allem raus. Das geht einen ja auch nichts an, was die Anderen machen.

    

Seine Einstellung ändert sich, nachdem er mit seinem besten Freund Murray zum Speed-Dating geht und dort die Putzfrau Pippa kennen lernt. Sie gibt seinem Leben nach und nach mehr Schwung und Pepp und Xavier beginnt, sich für die Belange seiner Mitmenschen zu interessieren.
Ein weiterer Teil der Geschichte zeigt auf, was als Folge von Xaviers Nicht-Eingreifen und Nicht-Handel mit anderen Menschen und deren Leben geschieht.

"Um zwei Uhr morgens kommt der italienische Barmann Alessandro Romano nach der Arbeit zurück in seine gemietete Studiowohnung in Tottenham und hat ein gebrochenes Herz, weil seine Geliebte Edith Thorne ihn sitzen ließ, weil sie ihre Ehe retten musste, weil die Journalistin Stacey Collins ihre Affäre enthüllte, weil ihre Freundin Maggie den Glauben an ihren Beruf verlor und beschloss, in aller Öffentlichkeit schmutzige Wäsche zu waschen, weil ein Immobilienmakler namens Roger in ihrer Sitzung gereizt reagierte, weil er zuvor versehentlich eine gemeine SMS von seinem Mitarbeiter Ollie erhielt, der ein ungewohntes Handy benutzte, weil sein Blackberry von einem dicken Jugendlichen namens Julius gestohlen wurde, der Geld für die Mitgliedschaft im Fitnessstudio brauchte, weil er von dem egoistischen Restaurantbesitzer Andrew Ryan gefeuert wurde, in einer Überreaktion auf eine harsche Zeitungskritik, verfasst von Jacqueline Carstairs, die schlechte Laune hatte, weil ihr Sohn Frankie verprügelt wurde, weil Xavier seine Peiniger nicht davon abhielt."


Ein wirklich unterhaltsamer, schöner und zum Nachdenken anregender Roman. Er ist eine Hommage an das Leben und die Liebe - klug, humorvoll und zu Herzen gehend. Man sollte sich eben nicht immer nur um sich selbst kümmern und Jeder und Alles hängt irgendwie miteinander zusammen.


[Soundtrack]
The Beatles - Twist and Shout

[B.O.T.W.] Pawl Sanajew - Begrabt mich hinter der Fußleiste

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Wer denkt, Großmütter wären immer gutherzig, freundlich und liebevoll, der irrt gewaltig. Sascha lebt bei seiner Großmutter, die mit ihren wilden Flüchen, ihrer salatgrünen Unterhose und ihrer tyrannischen Fürsorge einem bösen Märchen entsprungen zu sein scheint. Seine Welt besteht aus Verboten, Wollstrumpfhosen, merkwürdigen Badeprozeduren und dem Staphylococcus aureus, der angeblich in seinem Körper wütet. Sein einziges Glück im Leben ist seine Mutter, die nur selten zu Besuch kommt und von der Großmutter gehasst wird. Sascha liebt seine Mutter so sehr, dass er gern hinter der Fußleiste in ihrer Wohnung begraben wäre, um ihr nahe zu sein.

„Mein Name ist Sascha Saweljew. Ich gehe in die zweite Klasse und wohne bei meinen Großeltern. Meine Mutter hat mich gegen einen Giftzwerg und Erbschleicher eingetauscht und meiner Großmutter aufgebürdet, für die ich ein schweres Kreuz bin.“

    

Zu Anfang denkt man noch es handle sich um eine lustig-groteske Geschichte, doch nach und nach wird klar, dass das Buch viel tiefere Themen anspricht. Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Komik und Tragik, in der Saschas Überlebenskampf gegen den Familienhorror beschrieben wird. Er wird in der vergifteten Beziehung zwischen Mutter und Tochter fast zerrissen, doch kann man sich ein Schmunzeln oft nicht verkneifen, wenn die Großmutter wieder mit Flüchen um sich wirft. Wirklich lesenswert.


[Soundtrack]
The XX - Crystalised

[B.O.T.W.] Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben

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Hallo ihr Lieben, von Zeit zu Zeit werde ich euch eins meiner gelesenen Bücher vorstellen. Den Anfang mache ich mit „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho. Auch wenn es schon eine Weile her ist seitdem ich dieses Buch gelesen habe, es hat mir sehr gut gefallen und schwirrt noch immer in meinen Erinnerungen umher.


Worum geht es? Veronika hat beschlossen zu sterben. Nicht weil sie unglücklich ist, krank oder depressiv. Ihr geht es eigentlich gut. Aber das ist auch das Problem, denn von nun an kann es ja nur noch bergab gehen mit dem Leben. So findet sich der Leser auf den ersten Buchseiten inmitten ihres Selbstmordversuches wieder. Doch Veronikas Vorhaben geht schief und Sie erwacht in der Nervenheilanstalt Villete. Dort erfährt Sie, dass Sie durch die vielen eingenommenen Schlaftabletten einen irreparablen Herzschaden erlitten hat und innerhalb einer Woche sterben wird.


Nach und nach knüpft Veronika Kontakt zu anderen Bewohnern der Anstalt, vor allem mit dem schizophrenen Eduard. Durch diese Bekanntschaft und das Bewusstsein des nahenden Todes fängt Sie langsam wieder an, das Leben zu schätzen und findet so auch zurück zu ihrer größten Leidenschaft, dem Klavierspielen. Sie lernt die Verrücktheit in sich zu schätzen, und sich nicht länger von Gesellschaftlichen Normen gefangen gehalten zu lassen.

'Bin ich geheilt?' - 'Nein, Sie sind jemand, der anders ist und den Anderen gleichen möchte. Das ist meiner Meinung nach eine schwere Krankheit.'

Wie auf dem Klappentext so schön steht: Ein wunderbares Buch über die Prise Verrücktheit, die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns. Der Titel ist in jedem Falle irreführend, denn eigentlich geht es in dieser Geschichte nicht um den Tod, sonder um das Leben. Das Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben und man stolpert immer wieder über Sätze die philosophisch sind und zum Denken anregen. Man kann in den Wörtern abtauchen und findet sich einer anderen Welt wieder.
Zudem verarbeitet der Autor, der selbst drei Mal in einer psychiatrischen Anstalt eingewiesen war, viele eigene Eindrücke und Erfahrungen, was das Buch an vielen Stellen sehr realistisch scheinen lässt.


Den gleichnamigen Film mit Sarah Michelle Gellar habe ich leider noch nicht gesehen, ich bin aber sehr gespannt ob er mit dem Buch mithalten kann. Kennt ihr das Buch? Oder den Film? Wie ist eure Meinung dazu?

  
[Soundtrack]
Carla Bruni - Quelqu'un m'a dit